Muttertag – Freudentag! Nicht nur für die Mutter, sondern auch ein Fest für die ganze Familie, nutzen doch Gatte und Kinder diese Gelegenheit, der Mutter für ihre täglichen grossen Verdienste herzlich zu danken.
Ich zolle allen Müttern dieser Welt meine Wertschätzung. Gleichzeitig appelliere ich aber auch an sie, die Rolle der Väter in der Entwicklung ihrer Kinder nicht zu unterschätzen. Immer mehr Kinder wachsen vaterlos auf, und dies immer öfter, weil Mütter ihren Kindern den Kontakt zum Vater verhindern. Es gibt aber gewichtige Gründe, die Beziehung zwischen Kindern und Vätern aufrechtzuerhalten.
Studien belegen, dass Scheidungskinder, die weiterhin mit beiden Elternteilen in engem Kontakt stehen, sich besser entwickeln als jene, die nur bei der Mutter oder beim Vater aufwachsen. Jene Kinder, die abwechslungsweise bei beiden Elternteilen aufwuchsen, entwickelten weniger Verhaltensstörungen und erbrachten bessere Schulleistungen als die anderen.
Väter sind enorm wichtig für ein gesundes Heranwachsen der Kinder. Belegt ist auch, dass typische Papa-Kinder über mehr Humor als Mama-Kinder verfügen, der Vater eine wichtige Identifikationsfigur für den Jungen und ein Männer-Prototyp für das Mädchen ist. Dass Väter zudem Leistungsstreben, Zielorientierung und motorische Fähigkeiten fördern und im besten Fall nicht nur Kickboards wieder heil, sondern auch Kinder mutig und selbstbewusst machen.
Ich rufe deshalb alle Mütter auf, den Vätern den Kontakt zu ihren Kindern zu ermöglichen und ihn in die Entwicklung ihrer Kinder mit einzubeziehen, und wünsche allen Richterinnen und Richtern den Mut, Väter als wichtige Elemente im Leben von Kindern zu erkennen und dem Kindeswohl entsprechende Entscheide zu fällen.
Peter Glanzmann, Steinhausen