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An den letzten beiden Samstagen war wieder der blaue Samichlaus unterwegs, wie schon im letzten Jahr.
In verschiedenen Städten der Schweiz konnte man die blauen Chläuse antreffen. Die blauen Samichläuse machen auf die Situation der getrennt und geschiedenen Väter und deren Kinder aufmerksam. Das Thema Kontaktverweigerung ist ein Dauerbrenner in unseren Beratungen und ist weit stärker verbreitet, als die Bevölkerung allgemein vermutet. An jedem unserer Anlässe zeigt sich uns immer wieder das gleiche Bild: Fast Jede und Jeder den wir ansprechen kann von einem ähnlichen Fall aus dem näheren Umfeld berichten, nicht Wenige sind sogar selbst betroffen. Darum bleibt der blaue Samichlaus auch aktiv und will mit seinem Auftritt in den grösseren Städten der Schweiz zeigen, dass es um die Rechte der Kinder auf beide Elternteile geht, nicht mehr, aber auch nicht weniger. 5. Dezember: Blaue Chläuse in St. Gallen  Am 5 Dezember sind wir blauen Samichläuse erstmals nach St. Gallen gekommen: 3 Kinder, 2 Frauen und 6 Männer, alles Betroffene. Wir sind betroffene Samichläuse und setzen uns für die Menschenrechte ein: dass Kinder mit Mutter und Vater Weihnachten feiern können.
Viele Passanten zeigten sich betroffen, wenn nicht nur ein Flyer abgegeben wurde, sondern wenn sie von uns Weihnachtsmänndern direkt auf das Thema angesprochen wurden. ich selber feiere schon seit 7 Jahren Weihnachten ohne meinen Papi“ antwortete etwa ein Jugendlicher, als er vom blauen Samichlaus auf das Thema angesprochen wurde. Die fröhliche Weihnachtsstimmung verflog und das Gespräch wurde tiefgründig – Besinnung kehrte ein. Es ist unverständlich dass so viele Leute sich trennen“ entgegnet eine Grossmutter. Obschon ihre Kinder alle glücklich verheiratet sind zeigt sich Verständnis für die Probleme von getrennten Paaren. Das Thema ist mir bekannt, ich bin selbst betroffen“ antwortete ein Mann, der sich zuerst abwenden wollte. Das Augenwasser stoppte das Gespräch und unsere guten Wünsche begleiten auch diesen Menschen. das Problem der nicht gelebten Vaterschaft zeigt sich vermehrt auch in der Schule und ist uns bekannt“ bestätigt ein Schulleiter, der sich sehr gut mit der Problematik auskennt. Er würde eine aktivere Rolle der getrennten Elternteile für seine Schüler sehr begrüssen. Die guten Wünsche von uns Chläusen begleiten die betroffenen Kinder, Frauen und Männer und führen hoffentlich dazu, dass einige Menschen Zeit mit Ihren Kindern verbringen „können“ werden. Der blaue Samichlaus 5. Dezember: Blaue Chläuse in LuzernAm vergangenen Samstag bewegte sich eine Handvoll blauer Samichläuse durch Luzerns schmuck beleuchtete Altstadt. Im hektischen, vorweihnachltichen Gedränge marschierten wir von der Herteinsteinstrasse bis hin zur Weggisgasse und konnten uns so direkt und gezielt mit unserem Anliegen an Passanten richten. Unsere blauen Anzüge haben den Zweck zweifellos erfüllt, die Aufmerksamkeit war garantiert, wir wurden sehr oft auf den Grund der blauen Farbe angesprochen. So hatten wir die Gelegenheit unsere Situation näher zu erläutern, was häufig in interessanten Gesprächen mündete. Grundsätzlich ist uns aufgefallen, dass die Problematik bei einer Scheidung/Trennung, verbunden mit dem aktuellen Gesetz, einer immer breiteren Oeffentlichkeit bekannt ist. Hie und da wurde über uns Chläuse zwar auch gewitzelt und geschmunzelt und wir waren als Foto-Objekt sehr begehrt, dies spornte uns in unserer Aufgabe noch weiter an. Sehr oft war bei den angesprochenen Menschen jedoch auch starke Betroffenheit spürbar. Der Grundtenor war klar: "Es wird höchste Zeit, dass sich endlich etwas ändert und die Kinder eine faire Chance auf beide Elternteile erhalten". In diesem Sinne erachten wir die Aktion in Luzern als vollen Erfolg. Es war ein wohl kleiner, aber weiterer wichtiger Schritt in unserem Kampf für Menschenrechte, der uns für weitere Anlässe motiviert. 12. Dezember: Blaue Chläuse in Aarau Am 12 Dezember sind wir blauen Samichläuse nach Aarau gekommen.
Das leichte Schneetreiben konnte uns nicht davon abhalten, unsere Flyer und die feinen Mandarinli an die Aarauer Bevölkerung zu verteilen. Es enstanden viele gute Gespräche und unsere Botschaft kam ganz offensichtlich bei gross und klein an. Jedenfalls waren innerhalb von 2 Stunden die ganzen 20Kg Mandarinli und alle 1200 Flyer weg. Vielen herzlichen Dank an Nigel und seine Truppe, aber auch an Martin und Sandra, für die Unterstützung und Hilfe beim Verteilen und Verbreiten der Informationen. Nächstes Jahr wieder in Aarau - soviel ist sicher. Ho ho ho |