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Position 2007 des VeV zum gemeinsamen Sorgerecht

Diskussionsbeitrag des VeV Aargau, Innerschweiz und Zürich

 

Das gemeinsame Sorgerecht

Die Scheidungs- oder Trennungsphase 

Mit der Neuregelung der elterlichen Sorge nach einer Scheidung oder Trennung muss auch die eigentliche Scheidungs- oder Trennungsphase neu gestaltet werden. In konfliktiven Fällen ist die heutige gesetzliche Regelung und vor allem die behördliche und gerichtliche Praxis nicht mit dem Kindeswohl vereinbar.

Verfahren können Jahre dauern, dies bedeute für Kinder Ungewissheit, Loyalitätsprobleme, Verlustängste. 

Die Beteiligten, meist auch Anwälte, arbeiten weder lösungsorientiert noch steht das Kind im Zentrum. Rechtsvertreter wollen das vermeintlich Beste für ihre Klienten und wirken polarisierend um ihr Ziel zu erreichen.Unter verschärften Konflikten zwischen den Eltern leiden vor allem die Kinder. 

Da Kinder wegen einer langen und konfliktiven Trennung oft heftig reagieren, wird zur "Beruhigung der Situation" ein Elternteil von der Betreuung ausgeschlossen. Ein abgebrochener Kontakt zwischen den Kindern und einem Elternteil präjudiziert, vor allem wenn er lange dauert, die "definitive" Regelung der Betreuung.  

Gemäss heutiger Gerichtspraxis  wird eine, vor der Scheidung oder Trennung gelebte "Arbeitsteilung" verschärft. Der tagesbetreuende Elternteil muss nun zusätzlich allein die Abend- und Wochenendbetreuung übernehmen, der andere Elternteil sieht seine Kinder kaum oder gar nicht mehr, seine Erziehungsfunktion kann er nicht wahrnehmen. Für die Kinder bedeutet dies den Verlust eines Elternteils im Alltag.  

Damit Scheidungen und Trennungen möglichst "kindsgerecht" vollzogen werden, müssen Eltern, Behörden, Gerichte und Fachpersonen  kooperativ und lösungsorientiert zusammenarbeiten. Dazu braucht es klare "Vorgaben" sowohl für die Eltern wie auch für die Behörden. Unkooperatives Verhalten eines Elternteils widerspricht dem Kindeswohl.

Verfahren müssen einfach sein und schnell gehen. Die Eltern brauchen keinen Anwalt,  sondern Beratung und Unterstützung von Fachpersonen. Zur Förderung einer kindsgerechten Lösung können auch Mediationen verordnet werden. 

Der Kontakt der Kinder zu beiden Elternteilen ist auch während schwierigen Scheidungen und Trennungen sicherzustellen. Die Verweigerung  dieser Kontakte durch einen Elternteil ist eine schwerwiegende Missachtung des Kinderrechtes und hat entsprechende Konsequenzen. 

Muss die Betreuung und Unterstützung behördlich geregelt werden sind Lösungen, die eine möglichst gleichwertige Betreuung und Unterstützung des Kindes vorsehen, den Vorzug zu geben. Es besteht kein Anspruch der Eltern ihr Leben, was die Betreuung und Unterstützung der Kinder betrifft, so weiterzuführen wie vor der Scheidung oder Trennung, entscheidend ist das Wohl des Kindes.  

Die Ausübung des gemeinsamen Sorgerechts

 

Beim gemeinsamen Sorgerecht steht der Kontakt der Kinder zu beiden Elternteilen, auch wenn die Betreuung nicht paritätisch geregelt ist, im Vordergrund. Zusätzlich zu diesem Kontakt, müssen sich die Eltern gegenseitig über die Kinder informieren. Weitere wichtige Kontaktpersonen der Kinder sind gegenüber beiden Elternteilen auskunfts- und informationspflichtig.

 Alle Entscheidungen die den Kontakt der Kinder zu einem Elternteil gefährden oder verunmöglichen, bedürfen der Zustimmung beider Eltern. Verstösse haben rechtliche Folgen. 

Entscheidungen die für die Entwicklung der Kinder wichtig sind oder langfristige Folgen haben müssen von beiden Eltern getroffen werden. 

Ueber alltägliche Dinge entscheidet der zur Zeit betreuende Elternteil.